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Mittwoch, 08.12.2004

Grüne Gentechnik/Kennzeichnung - Müller: Verstöße gegen Kennzeichnungsvorschriften sehr selten - Verbraucher haben Wahlfreiheit

7. Dezember 2004 - Gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel werden ordnungsgemäß gekennzeichnet.
Diese Bilanz zog Verbraucherschutzstaatssekretärin Emilia Müller heute in Oberschleißheim. "Der Verbraucher muss sich darauf verlassen können, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel auch deutlich gekennzeichnet sind. Nach den aktuellen Untersuchungen sind Kennzeichnungsverstöße in Bayern absolut selten. Damit hat der bayerische Verbraucher die Wahlfreiheit, sich für oder gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel zu entscheiden", betonte Müller. Nach Überprüfung von fast 600 Lebensmitteln durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in 2004 waren nur zwei deklarierungspflichtige Produkte nicht ausreichend gezeichnet. Die 110 untersuchten Futtermittelproben waren ganz ohne Beanstandung.
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Milchbaron als Fotografenschreck - Ermittlungen wegen Körperverletzung gegen Deutschlands bekanntesten Milchmann Müller

Aretsried (ddp-bay). Müller-Milch-Chef Theo Müller gilt als pressescheu und launig, doch mit seinen Molkereien macht er Milliardenumsätze. Einst durch pfiffige Werbeslogans bekannt, machte er nun auf ganz andere Weise auf sich aufmerksam. Am Montag soll er sich persönlich und handgreiflich in eine Greenpeace-Demonstration vor der Firmenzentrale im schwäbischen Aretsried eingeschaltet haben. Der bekannteste Milchmann der Nation attackierte nach dem derzeitigen Ermittlungsstand Pressefotografen so heftig, dass er jetzt ein Verfahren wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung am Hals hat.
Der Augsburger Oberstaatsanwalt Thomas Weith bestätigte der Nachrichtenagentur ddp am Dienstag, dass Ermittlungen gegen Müller laufen.
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Montag, 06.12.2004

"Wir sichern das Traditionelle"

Grünen-Ministerin Renate Künast:
von Die Fragen stellte Manfred Fischer

Verbraucherministerin Künast will die Artenvielfalt erhalten und den Konsumenten schützen.

Welt am Sonntag: Frau Ministerin, finden Sie in den negativen Reaktionen auf das Gentechnik-Gesetz auch stichhaltige Argumente?
Renate Künast: Nein, wenn dem so wäre, hätten wir das aufgenommen. Nehmen wir mal die Forderung nach einem staatlichen Haftungsfonds, der ja in der Debatte um das Gesetz immer wieder hochkam. Die Haltung, die dahintersteckt, kann ich nicht unterstützen: Gewinne werden privatisiert, und die Verluste sollen sozialisiert werden. Wieso sollte ich Steuermittel für die Absicherung privater Haftungsrisiken ausgeben? Ich kann doch nicht auf der ernsthaft auf der einen Seite über Subventionsabbau reden und auf der anderen Seite neue Subventionen einführen.
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Das Haus Künast in Sektlaune

GRüNE GENTECHNIKDas nach vielen Hürden verabschiedete Gentechnikgesetz soll die Landwirtschaft vor ungewollten Genpollen schützen. Doch der Rechtsstreit ist programmiert

Siebzehn Sorten gentechnisch veränderter Mais dürfen seit September EU-weit angebaut und in den Handel gebracht werden, darunter auch Zuckermais. Der Essbare in Dosen. Regelungen zum Anbau gab es in Deutschland bisher nicht. Seit vergangenem Freitag ändert sich das. Zumindest bis zum ersten Prozess. Mit Kanzlermehrheit hat der Bundestag den Einspruch des Bundesrates gegen das neue Gentechnikgesetz zurückgewiesen und damit die Nutzung gentechnisch veränderten Saatgutes in Deutschland grundsätzlich geregelt. "Koexistenz und Wahlfreiheit" seien damit gesichert, sagt Verbraucherschutzministerin Renate Künast. "Forschungsfeindliches Gentechnikverhinderungsgesetz" nennen das CDU und FDP. Strittig blieben bis zuletzt die strengen Haftungsregelungen und die faktische Unterwanderung der EU-weit festgelegten Schwellenwerte. Auch innerhalb des Regierungslagers. Ruhe kehrt mit dem verabschiedeten Gesetz vermutlich nicht ein. Klagen von Verbänden, Bundesländern und ein Rechtsstreit mit der EU-Kommission scheinen ausgemacht.
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Mittwoch, 01.12.2004

Freilandversuche bald unmöglich

Das jetzt beschlossene Gentechnikgesetz verhindert die Entwicklung der Grünen Gentechnik in Deutschland. Die Haftungsregelung schreckt Landwirte vom Anbau ab und als Forschungsstandort für Pflanzenbiotechnologie wird Deutschland immer unattraktiver. Darin sind sich viele Biotechnologie-Unternehmen einig. "Die Erforschung und Anwendung der Grünen Gentechnik in Deutschland wird mit dem neuen Gesetz massiv eingeschränkt", sagte Dr. Hans Kast, Geschäftsführer der BASF Plant Science.
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Das Unternehmen Gentechnik ist nicht steuerbar

Experten diskutieren über Pflanzen, deren Erbgut verändert worden ist / Modifizierter Mais soll aufs Feld kommen / Sorge bei Fachleuten wächst

Die Gentechnik, sagt Janice Albert, könnte mittelfristig durchaus ein "Werkzeug" beim Kampf gegen den Hunger sein: "Aber sie ist nur ein Werkzeug. An den Gründen der Armut auf dieser Erde ändert sie nichts." Die aus Rom nach Fulda zur Gentechnik-Fachtagung der "Interessengemeinschaft für gesunde Lebensmittel" angereiste Expertin bei der UN-Welternährungsorganistion FAO spricht klar von ihren Sorgen: Etwa von der drohenden kommerziellen Abhängigkeit der Bauern von den Konzernen, wenn es ihnen unmöglich wird, eigenes Saatgut zu gewinnen. Von einer mangelnden Sicherheitsforschung gerade in armen Ländern. Von fehlender Aufklärung der Farmer, von einem nicht ausgeschlossenen Gentransfer auf Wildpflanzen, von neuen Allergien beim Menschen.
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Dienstag, 30.11.2004

GRÜNE fordern Landesregierung auf, gentechnikfreie Felder in Hessen zu unterstützen

Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert die CDU-Landesregierung auf, alle Möglichkeiten zu nutzen, Hessens Felder gentechnikfrei zu halten. Einen wichtigen Schritt auf dieses Ziel hin sehen DIE GRÜNEN in der konsequenten Umsetzung der Gentechnikfreiheit der Qualitätsmarke Hessen. "Leider kennen noch viel zu wenig Landwirte die Qualitätsmarke Hessen und die Chancen, die sich für sie daraus ergeben. 70 Prozent aller Verbraucherinnen und Verbraucher wollen gentechnikfreie Lebensmittel. Nur wenn sich immer mehr hessische Landwirte dieser Qualitätsmarke verpflichten, können sie langfristig ihre Märkte sichern. Wir fordern Landwirtschaftsminister Dietzel (CDU) und die Marketinggesellschaft auf, alles zu tun, um den Bekanntheitsgrad und die Akzeptanz dieser Marke bei hessischen Bauern zu erhöhen", fordert der agrarpolitische Sprecher der GRÜNEN, Martin Häusling.
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Gentechnik gefährdet bäuerliche Landwirtschaft

Märkischer Kreis. Die Kreisgruppe MK des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat sich auf ihrer Jahresversammlung 2004 im Naturschutzzentrum in Werdohl auch mit der EU-Freisetzungsrichtlinie für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in der Nahrungsmittelproduktion befasst.

Die große Mehrheit der Bevölkerung, so BUND, lehnt gentechnisch veränderte Lebensmittel ab, weil deren Risikopotential für die menschliche Gesundheit bisher noch völlig unzureichend erforscht ist. Auch bei der Landwirtschaft gebe es noch erhebliche Skepsis. Die durch die Welthandelsorganisation (WTO) und EU erzwungene Freigabe der Agro-Gentechnik nütze letztendlich nur einer Handvoll multinationaler Chemie- und Saatgutkonzerne, die sich damit eine weitgehende Kontrolle und kommerzielle Ausbeutung der Nahrungsmittelproduktion sichern wollten. Für die heimische , sehr aktive bäuerliche Landwirtschaft und hier insbesondere für die nach Bio-Richtlinien produzierenden Betriebe stellt die Zwangsfreigabe gentechnisch manipulierter Pflanzen nach Ansicht von BUND eine wahrhaft existenzgefährdende Bedrohung dar.
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Montag, 29.11.2004

Über die Handelsketten auf "Müllermilch" einwirken

Am Samstag waren 30 deutsche Städte Schauplatz einer Greenpeace-Aktion gegen genmanipuliertes Tierfutter. Auch in Dortmund traten die Umweltschützer an - gegen "Müllermilch".

Gegen elf Uhr betreten Greenpeace-Leute in weißen Schutzanzügen den Rewe-Markt an der Möllerbrücke und räumen alle Müller-Produkte aus den Regalen in einen Einkaufswagen. Nebenbei diskutieren sie mit Kunden über die Aktion. "Wir wollen über die Handelsketten auf die Firma Müller einwirken, keine Produkte von Tieren anzubieten, die genmanipuliertes Futter bekommen haben", sagt Martin Sundermann, Gentechnik-Sprecher der Greenpeacegruppe Dortmund. Die Diskussion mit dem Marktleiter verläuft unaufgeregt, die Gruppe verlässt den Laden.
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Landwirte haften für Erbgut im Saatgut

Der Bundestag hat mit Kanzlermehrheit das von Verbraucherschutzministerin Renate Künast/Grüne vorgelegte Gentechnikgesetz verabschiedet. Mit Inkrafttreten des Gesetzes sind Landwirte, die gentechnisch veränderte Organismen auf ihren Äckern einsetzen, haftbar für etwaige Einkreuzungen und daraus resultierende Schäden auf den Feldern benachbarter Kollegen.
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Gentechnikgesetz kann in Kraft treten

Hauptanliegen des Gentechnik-Gesetzes ist es, die konventionelle gentechnikfreie und die ökologische Landwirtschaft vor Verunreinigungen durch gentechnisch veränderte Organismen zu schützen. Verhindert werden damit beispielsweise unbeabsichtigte Auskreuzungen durch Pollenflug.
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Donnerstag, 25.11.2004

Greenpeace projiziert Protest-Dia an "Sachsenmilch" -

Greenpeace projiziert Protest-Dia an "Sachsenmilch" - Mueller-Molkerei produziert "Gen-Milch"

Leppersdorf/Sachsen, 25. 11. 2004 - Gegen den Einsatz von genmanipulierten Pflanzen in der Milchviehfuetterung protestiert Greenpeace heute frueh an der Molkerei "Sachsenmilch" des Milchkonzerns Mueller in Leppersdorf/Sachsen. Seit fuenf Uhr morgens projizieren Aktivisten den Schriftzug "Muellermilch = Gen-Milch. Mit genmanipuliertem Tierfutter hergestellt" auf ein Werksgebaeude der Molkerei. "Sachsenmilch" ist die groesste Molkerei des Mueller-Konzerns und der groesste Molkereistandort Europas. Mueller hat mehrfach bestaetigt, dass fuer die Herstellung seiner Milchprodukte gentechnisch manipulierte Pflanzen wie Soja und Mais verwendet werden. Greenpeace fordert von Mueller, auf Futter ohne Gen-Pflanzen umzustellen, um so deren Anbau nicht laenger zu foerdern.
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Gentechnischer Versuchsanbau in Sachsen-Anhalt beweist Notwendigkeit gesetzlicher Koexistenz-Regelungen

Zu den heute vorgestellten Ergebnissen eines Versuchsanbaus des Gen-Maises MON 810 erklärt Ulrike Höfken, agrar- und verbraucherpolitische Sprecherin:

Die Ergebnisse des so genannten Erprobungsanbaus geben unserer kritischen Haltung gegenüber der Agrogentechnik Recht. Insbesondere zeigen sie, wie dringend notwendig gesetzliche Regelungen zur Koexistenz sind. Es ist wichtig, dass das Gesetz jetzt zügig vom Bundestag beschlossen wird.
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Landwirte beurteilen Gentechnikdebatte sehr kritisch


Landwirte beurteilen Gentechnikdebatte sehr kritisch
25.11.2004

Meinungsumfrage bei konventionell wirtschaftenden Landwirten

Wenn der Bundestag am Freitag dieser Woche (26.11.) voraussichtlich mit der Mehrheit der SPD- und Grünen-Abgeordneten das Gentechnikgesetz endgültig beschließt, geht eine jahrelange sehr kontrovers geführte parlamentarische Diskussion zu Ende. Inwieweit die Grüne Gentechnik dann wirklich auf deutschen Äckern Realität wird, muss angesichts der mangelhaften Haftungsregelungen bezweifelt werden. Das nicht kalkulierbare Haftungsrisiko ist für über 60 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe die entscheidende Barriere, gentechnisch veränderte Pflanzen anzubauen. Diese Bedenken ließen sich durch einen Haftungsfonds aus der Sicht der Landwirte begrenzen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Meinungsumfrage des Osnabrücker Marktforschungsinstituts ?Produkt + Markt? im Auftrag des Deutschen Bauernverbandes (DBV).
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Gentechnik-Großversuch für Mais in sieben Bundesländern

Berlin/dpa. Sieben Bundesländer waren mit insgesamt 30 Mais-Anbaustandorten und einer Fläche von 300 Hektar an dem von Sachsen-Anhalt und dem Bund finanzierten Gentechnik-Großversuch beteiligt. Zwei Standorte werden nach Angaben von Professor Eberhard Weber vom Institut für Pflanzenzüchtung und Pflanzenschutz (Halle/Wittenberg) wegen Untauglichkeit nicht in die Analyse einbezogen. Sechs Ergebnisse liegen bisher erst vor, ermittelte das Institut.
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Gentechnik-Gesetz landet vor Gericht

Sachsen-Anhalt geht gegen Haftungsregeln vor - Abstand soll Ausbreitung von Gen-Mais verhindern
Berlin - Das Bundesland Sachsen-Anhalt droht mit einer Verfassungsklage gegen das Gentechnikgesetz von Bundesagrarministerin Renate Künast (Grüne). Sollte ihr Gesetzentwurf am morgigen Freitag ohne Nachbesserungen den Bundestag passieren, werde Sachsen-Anhalt von seinem Recht Gebrauch machen und ein Normenkontrollverfahren in Karlsruhe einleiten. Das erklärte der Magdeburger Wirtschaftsminister Horst Rehberger (FDP) bei der Vorstellung erster Ergebnisse eines Erprobungsanbaus mit Gen-Mais.
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Samstag, 20.11.2004

US-Patente für den Irak?

Ein neues Gesetz sichert Gentech-Multis neue Absatzmärkte zu Lasten der heimischen Bauern
Während sich der Blick der Öffentlichkeit auf den täglichen Nachkriegshorror im Irak konzentriert, werden im Hintergrund ausgesprochen wirtschaftsfreundliche Gesetze vorbereitet. So sieht das künftige Patentrecht vor, dass Bauern kein Saatgut von der letzten Ernte zurückbehalten dürfen, wie dies eigentlich der Tradition entspricht.
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Mittwoch, 17.11.2004

Milchkonzern Müller nimmt Bestrafungsantrag gegen Greenpeace wegen Verwendung des Begriffes "Gen-Milch" zurück

Hamburg, 16. 11. 2004 - Nach dem Greenpeace-Erfolg vor dem Oberlandesgericht Koeln vom 28. Oktober 2004 um die Verwendung des Begriffs "Gen-Milch" hat die Unternehmensgruppe Theo Mueller GmbH Co. KG gestern einen Bestrafungsantrag gegen die Umweltschuetzer zurueck gezogen. Mueller hatte beim Landgericht Koeln ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro beantragt.
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Neues Kontrollverfahren für Gentechnik in Lebensmitteln

Ein neues Verfahren zum Nachweis von gentechnisch veränderten Futterpflanzen und anderem Futter in Fleisch, Milch und Eiern hat die Umweltorganisation Greenpeace präsentiert.
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Grüne Gentechnik beseitigt Hunger nicht

Vortrags- und Diskussionsabend in Altötting - Hunger als Verteilungsproblem - Vorteile nur für Gen-Produzenten

Altötting. Kann der Hunger auf der Welt mit der grünen Gentechnik bekämpft werden? Dieser Frage stellten sich vier Referenten aus Südamerika und dem südlichen Afrika in Altötting. Für die zahlreichen Besucher der Veranstaltung von Region aktiv Chiemgau-Inn-Salzach war der Abend ein Ausflug in eine andere Welt. Eine Welt, die sich dann am Ende als gar nicht so viel anders herausstellte und uns näher ist als vielen klar war.
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Mit und ohne Gentechnik: Markiert vom Tierfutter bis zum Schnitzel

Greenpeace stellt neues Nachweisverfahren fuer tierische Lebensmittel vor

Bonn, 16. 11. 2004 - Ein neues Verfahren zum Nachweis von herkoemmlichen oder gentechnisch veraenderten Futter-Pflanzen in Fleisch, Milch und Eiern stellt Greenpeace heute mit Vertretern aus Wissenschaft und Lebensmittelwirtschaft in Bonn vor. Die im Auftrag von Greenpeace erstmals an Schweinen angewandte Technik weist im Fleisch nach, welche Futter-Pflanzen die Tiere erhalten haben. Dazu wird das Tierfutter mit einem Marker besprueht, der sich aus einer speziellen Mischung von Wasserstoff- und Sauerstoffatomen zusammensetzt. Die Markierung kann bei anschliessenden Laboranalysen im Fleisch und Blut der Schweine identifiziert werden. Nach Ansicht von Greenpeace ergeben sich mit dem Markierungssystem neue Moeglichkeiten, den Einsatz von Futtermitteln mit oder ohne Gentechnik fuer tierische Lebensmittel zu kontrollieren.
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Dienstag, 16.11.2004

Bayer stoppt Gentechnikforschung in Indien

Hamburg/Bangalore, 15.11.2004: Erneut hat ein Gentechnik-Konzern seine Forschung an Gen-Pflanzen beendet. In der vergangenen Woche teilte der Leverkusener Bayer-Konzern dem Greenpeace-Büro in Indien schriftlich mit, seine Forschung an gentechnisch veränderten Pflanzen in dem Land aufzugeben.

In dem Schreiben heißt es, dass "Bayer CropScience in den nächsten Jahren seinen Schwerpunkt auf die normale Pflanzenzüchtung verlegen" wolle. Alle bisherigen Projekte in Indien seien gestoppt worden. Ein Bayer-Sprecher bestätigte am Freitag den Ausstieg.
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Samstag, 13.11.2004

Gentechnik - Greenpeace stellt neues Nachweisverfahren für tierische Lebensmittel vor

Mehr als 70 Prozent der Verbraucher in Deutschland wollen Essen ohne Gentechnik. Die Verfütterung von genmanipulierten Futtermitteln an Rinder, Schweine und Geflügel sorgt jedoch für viel Verunsicherung, denn Fleisch, Milch und Eiern müssen für den Verbraucher nicht kenntlich gemacht werden.

Mehr als 80 Prozent aller Gen-Pflanzen gelangen über die Futtermittel in unsere Nahrung. Fleisch, Milch und Eier müssen trotzdem nicht gekennzeichnet werden, auch wenn die Tiere Gen-Soja oder Gen-Mais erhielten. Konsequenz: Die Verbraucher haben keine Wahl.

Greenpeace hat deswegen die Erprobung eines neuen Markierungssystems in Auftrag gegeben, mit dem sich unter anderem die Spur gentechnisch veränderter Futtermittel bis ins Lebensmittelregal verfolgen lässt. Erstmals werden die Ergebnisse und andere mögliche Anwendungen des Markierungssystems auf einer Pressekonferenz vorgestellt.
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Freitag, 12.11.2004

Grünen-Antrag gegen Gentechnik gescheitert

SPD, CDU und FDP haben im Mainzer Landtag für die Wahlfreiheit der Verbraucher zwischen gentechnikfreien und gentechnisch veränderten Lebensmitteln plädiert.
Die drei Fraktionen stimmten gemeinsam gegen einen Antrag der Grünen, die einen Verzicht auf Gentechnik in der Landwirtschaft verlangt hatten. Die Grünen hatten die Landesregierung aufgerufen, freiwillige Selbstverpflichtungen der Landwirte zum Verzicht auf Gentechnik zu unterstützen.
Dagegen plädierten SPD und FDP für die Wahlfreiheit und gegen eine Verunsicherung der Verbraucher. Allerdings soll die weitere Forschung kritisch begleitet werden. Die CDU hatte sich dem gemeinsamen Antrag der Koalition angeschlossen.

Quelle:
Südwestrundfunk
Anstalt des Öffentlichen Rechts
Neckarstraße 230
70190 Stuttgart
Direkter Link: http://www.swr.de/nachrichten/rp/2004/11/11/index9.html

Dieser Weblog gehört zu www.gentechnikfreiezone-hessen.de

Montag, 08.11.2004

Gentechnikgesetz kommt durch

Die Ministerin sieht den Schutz von Verbrauchern bald besser gewährleistet: Am Freitag legte der Bundesrat zwar Einspruch gegen ihr Gentechnikgesetz ein. Das Gesetz, das den Umgang mit genveränderten Pflanzen regelt, wird aber wohl mit der Kanzlermehrheit im Bundestag verabschiedet. Künast verteidigte das Gesetz, das ein Nebeneinander von Feldern mit gentechnisch veränderten und unveränderten Pflanzen sichern soll. "Künftig ist es Entscheidung jedes Bauern, was er anbaut. Jeder muss sich überlegen, für was es einen Absatzmarkt gibt." Zwei Drittel der Deutschen sehen Nahrung aus genveränderten Pflanzen kritisch.
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Freitag, 29.10.2004

Gentechnikfreie Zone als Marketinginstrument

Ottersberg. So mancher wird sich noch erinnern. Es war im Jahr 1999 als auf einem Acker des kleinen Dörfchens Benkel, das zum Flecken Ottersberg gehört, ein amerikanischer Multikonzern Genmais aussäen ließ. Doch der Konzern Monsanto hatte nicht mit den Widerstand der Genmaisgegner aus Ottersberg und der gesamten Region gerechnet.

Nach vielen Protesten und Diskussionen und einer Nacht- und Nebelaktion von Unbekannten, in der der Genmais abgemäht wurde, gab der Konzern das Versuchsfeld in Benkel wieder auf. Das Genmaisfeld verschwand, geblieben sind dagegen die Genmaisgegner. Seit nunmehr fünf Jahren gibt es in Ottersberg den Arbeitskreis für gentechnikfreie Lebensmittel. "Das ist ein Jubiläum, das die Mitglieder nicht nur freudig stimmt", sagt der Biologe Dr. Heribert Wefers, der von Beginn an im Arbeitskreis aktiv ist. Der Grund: "Wer damals glaubte, dass die Arbeit mit dem Verschwinden des Genmaisfeldes beendet ist, der wurde leider getäuscht", sagt Wefers. Ottersberg könnte dabei sogar stellvertretend für viele Orte und Regionen in Deutschland stehen. Die Arbeit sei sogar noch schwieriger geworden, meint der Sprecher des Arbeitskreises.
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Donnerstag, 28.10.2004

Weg für Gentechnik-Gesetz ist frei

Nach langen Auseinandersetzungen ist der Weg für das Gentechnik-Gesetz der rot-grünen Koalition frei. Im Vermittlungsausschuss von Bund und Ländern räumten die SPD-geführten Länder Zweifel in ihren Reihen aus, sagten Teilnehmer. Änderungsvorschläge der Union seien hingegen, wie angekündigt, nicht akzeptiert worden.
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Mittwoch, 27.10.2004

Hurra: Müller-Milch macht Rückzieher gegenüber Greenpeace

Der Milchkonzern Müller hat heute im Rechtsstreit mit Greenpeace um die Verwendung des Begriffs "Gen-Milch" einen weit reichenden Rückzieher gemacht. Das Unternehmen will im laufenden Gerichtsverfahren die Bezeichnung der Müller-Milch als "Gen-Milch" nicht mehr verbieten, wenn damit gemeint ist, dass die Milchkühe genmanipuliertes Futter bekommen haben. Bisher hatte Müller die Auffassung vertreten, das Wort "Gen-Milch" dürfe nur dann verwendet werden, wenn tatsächlich Bestandteile von Gen-Pflanzen im Milchprodukt enthalten seien. Damit hat die Unternehmensgruppe Theo Müller GmbH & Co. KG einen Tag vor der Verkündung des Urteils im Berufungsverfahren am Oberlandesgericht Köln den Kernpunkt seiner einstweiligen Verfügung gegen Greenpeace zurückgezogen.
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EU-Kommission genehmigt Import einer weiteren Sorte Genmais

Brüssel (Reuters) - Die Europäische Kommission hat am Dienstag den Import einer weiteren Sorte genveränderten Maises genehmigt. Die Sorte soll zur Produktion von Speisestärke, Öl und Tierfutter eingesetzt werden. 70 Prozent der europäischen Verbraucher lehnen genveränderte Lebensmittel ab.
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Gentech-Panne: Veränderte Raps-Saat in deutschen Äckern

Landwirten droht Anordnung zum Unterpflügen / Höhn: Tests werden überprüft

VON JOBST LÜDEKING
Bielefeld/Düsseldorf. In Rapssaatgut eines norddeutschen und eines ostwestfälischen Pflanzenzuchtunternehmens sind offensichtlich Spuren von gentechnisch verändertem Raps (GVO) festgestellt worden, dessen Anbau EU-weit nicht erlaubt ist.

Der Großteil der betroffenen Saatgut-Partien wurde aber bereits bis Anfang September ausgesät und wächst damit seit mehr als sechs Wochen auf den Äckern in Deutschland. Aufgefallen seien die irregulären Beimischungen bei Tests in Sachsen-Anhalt und im Saarland, so NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne) gegenüber dieser Zeitung. In Sachsen Anhalt seien im Saatgut des norddeutschen Zuchtunternehmens GVO-Beimischungen von unter 0,1 Prozent, im Saarland beim NRW-Anbieter von 0,05 Prozent GVO festgestellt worden.
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